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Baarburg

Plateauartige Höhenkuppe nordöstlich von Baar. Archäologische Untersuchungen (1916-1917, 1925-1927, 1930, 1933, 1994-1999) belegen mindestens sieben Siedlungsphasen von der Mittelbronzezeit (ab 1550 v.Chr.) bis ins Frühmittelalter (um 700 n.Chr.). Bemerkenswert ist der Nachweis früher Drehscheibenkeramik nördlich der Alpen. Sie datiert an das Ende der Hallstattzeit (um 500 v.Chr.) und spricht zusammen mit verschiedenen Südimporten (u.a. Fragment einer attischen Trinkschale) und Hinweisen auf eine künstliche Befestigung für einen frühkeltischen «Fürstensitz». In der politisch unruhigen Zeit der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts n.Chr. diente die Baarburg vermutlich als Fluchtort.

Quellen und Literatur

  • A. Hep et al., «Ausgrabungen und Archäologen auf der Baarburg; Archäolog. Unters. auf der B. 1994 und 1995», in Tugium 12, 1996, 57-86
  • S. Benguerel et al., «Archäolog. Unters. auf der Baarburg 1996, 1997 und 1999», in Tugium 17, 2001, 99-132

Zitiervorschlag

Stefan Hochuli: "Baarburg", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 15.01.2002. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007497/2002-01-15/, konsultiert am 30.06.2022.