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Oberwiesen

Ortsteil der Gemeinde Schleitheim SH, Grenzübergang nach Deutschland, an der Wutach gelegen. Durch Nutzung der Wasserkraft entstand ab 1872 ein kleines Gewerbe- und Industriequartier mit einer Gipsmühle, verschiedenen mechanischen und Holz verarbeitenden Betrieben sowie einer bedeutenden Leinenspinnerei und Leinenweberei. Letztere fusionierte 1897 mit der Leinenspinnerei Niederlenz und wurde 1918 geschlossen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts war Oberwiesen Sitz des Kantonalen  Zivilschutzausbildungszentrums und von zwei Industrieunternehmen. In einem Teil des ehemaligen Gipsbergwerks wurde ein Gipsmuseum eingerichtet. Bei Kriegsende 1945 war Oberwiesen Eingangstor und Auffanglager für über 5000 Flüchtlinge.

Quellen und Literatur

  • Gesch. von Schleitheim, 1985

Zitiervorschlag

Hans Ulrich Wipf: "Oberwiesen", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 14.09.2010. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007535/2010-09-14/, konsultiert am 07.07.2022.