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KirchbergD

Östlich des Dorfes Büsingen gelegener Hügel mit der Kirche St. Michael im Zentrum eines ma. Ensembles. 1095 ecclesia ad Kirichberch. Als eine der frühen Landkirchen des Bistums Konstanz wies die vermutlich weit vor 1000 entstandene Kultstätte ursprünglich einen ausgedehnten Sprengel auf. So war sie auch Tauf- und Leutkirche für Schaffhausen, Buchthalen und Neuhausen. 1248 wurde die Kirche in das Kloster Allerheiligen in Schaffhausen inkorporiert, worauf die Priester der bisherigen Filialkirche St. Johann in Schaffhausen die Büsinger Pfarrei betreuten. Auch nach der Reformation und der Aufhebung des Klosters 1529 behielt Schaffhausen die Kollatur für St. Michael bei. Erst 1843 gingen die betreffenden kirchl. Rechte an das Grossherzogtum Baden über, zu dem Büsingen ab 1810 gehörte. Die ummauerte ehem. Wehrkirche, seit dem Bau einer Dorfkirche 1835 gemeinhin Bergkirche genannt, hat ihren schlichten, rom. Charakter weitgehend bewahrt. Seit 1955 setzt sich eine grenzüberschreitende Vereinigung für den Erhalt der Kirche als Baudenkmal ein.

Quellen und Literatur

  • U. Wolf, H. Lieb, Die Bergkirche Büsingen, 1993