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HombergBL

Herrschaft und bis 1798 Amt im Oberbaselbiet an der Nordrampe des Unteren Hauensteins, H. oder Neu-H., ab dem 16. Jh. Homburg genannt. Die Gründung der Burg Neu-Homberg erfolgte vermutlich um 1240 durch Gf. Hermann IV. von Frohburg, dem durch Heirat mit einer Tochter Werners II. von H. dessen Güter im Sisgau zugefallen waren. Die Burg bildete den Mittelpunkt der kleinen Herrschaft H., welche die Dörfer Läufelfingen, Buckten, Häfelfingen, Känerkinden, Rümlingen, Wittinsburg, Diepflingen und Thürnen umfasste und ab ca. 1260 dem nach H. benannten Zweig der Gf. von Frohburg gehörte. 1305 kam H. durch Verkauf an den Bf. von Basel. Nach wiederholten Verpfändungen veräusserte der Bischof 1400 das Amt mit der Burg an die Stadt Basel. Die Burg wurde Landvogteisitz des Amtes H. Im 16. Jh. wurde u.a. der Geschützturm ausgebaut. Zeitweilig war H. durch Bauernaufstände und Übergriffe der Solothurner bedroht. 1798 wurde das Amt aufgehoben.

Quellen und Literatur

  • W. Merz, Die Burgen des Sisgaus 2, 1910, 150-183
  • J. Schneider, Die Gf. von H., 1977