de fr it

Unteramt

Landstand in der in ein U. und ein Oberamt aufgeteilten Grafschaft Toggenburg. 1428 erstmals erwähnt, umfasste das U. bis 1798 die Gerichtsgem. Bazenheid (als Niedergericht erw.) und Neckertal (ab 1720 eigenes Gericht) sowie die Freiweibelhub von Degersheim. Das U. schloss 1440 in Ganterschwil mit Schwyz und Glarus einen Landrechtsvertrag ab. Es erhielt im gleichen Jahr von den Landesherren, den Frh. von Raron, einen Freiheitsbrief, woraus sich ein Sonderrecht mit Landsgem. in Lütisburg entwickelte. Ab 1468 unterstand es dem Landvogt in Lichtensteig. Als U. wird oft auch das Wileramt in der Alten Landschaft der Fürstabtei St. Gallen bezeichnet. Diesem Amt stand ein Konventuale als Statthalter vor, der den Reichsvogt als weltl. Beamter unterstützte. Die Appellationen aus den Dorfgerichten erledigte der Pfalzrat von Wil.

Quellen und Literatur

  • H. Hagmann, Amtssiegel der Ammänner im U. des Toggenburgs 1428-1798, 1949