de fr it

St. Verena

Die Einsiedelei auf einem Fotochrom vom Ende des 19. Jahrhunderts (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).
Die Einsiedelei auf einem Fotochrom vom Ende des 19. Jahrhunderts (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).

Noch zu Beginn des 21. Jh. bewohnte Einsiedelei am Eingang der Verenaschlucht bei Rüttenen SO, in der sich der Sage nach die der Thebäischen Legion zugerechnete hl. Verena niedergelassen haben soll. Ein Eremit wird erstmals 1442 genannt; seine Wohnstätte befand sich zuerst in der Höhle hinter der 1426 erstmals erw., 1576 und 1663 umgebauten, mit Wand- und Deckenfresken ausgestatteten St. Martinskapelle, ab 1524 im Bruderhäuschen, ab 1624 in der heutigen Klause. Die 1429 erw. Kapelle S., 1575 renoviert, ab 1631 unter überhängendem Felsen als Loggia mit toskan. Bogen neu errichtet, enthält einen wohl von Hans Heinrich Scharpf um 1648 gestalteten Altar mit Alabasterstatuen und eine szenisch gestaltete Heiliggrabdarstellung unter einem klassizist. Triumphbogen von 1810. Vor der Kapelle steht eine 1691 gestiftete barocke Ölbergdarstellung mit überlebensgrossen Figuren. Die Magdalenengrotte beherbergt die um 1671 entstandene Steinstatue der Heiligen. Seit 1876 ist S. im Besitz der Bürgergem. Solothurn und wird seit 1978 von einer Kommission verwaltet.

Quellen und Literatur

  • Die Einsiedelei S. bei Solothurn in alten und neuen Bildern und Dok., Ausstellungskat. Solothurn, 1968
  • P.L. Feser, Führer durch die Einsiedelei S. und die Kirche zu Kreuzen bei Solothurn, 2000
Weblinks
Normdateien
GND

Zitiervorschlag

Banholzer, Max: "St. Verena", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 21.01.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007698/2011-01-21/, konsultiert am 29.11.2020.