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Sax

Eigene Dorf- und Kirchgem. (mit Frümsen) in der polit. Gem. Sennwald SG. S. liegt am Fuss der Kreuzberge und kontrollierte mit der Saxerlücke einen Weg vom Rheintal nach Appenzell. 1210 Saches. 1787 476 Einw.; 1900 717; 2000 760. Im MA war S. Zentrum der gleichnamigen Freiherrschaft, 1615-1798 gehörte es zur zürcher. Landvogtei S.-Forstegg. 1565 erfolgte die definitive Einführung der Reformation. Gesuche um Loslösung von der Gem. Sennwald wurden 1835, 1838, 1866 und 1896 von der St. Galler Regierung abgelehnt. Rindvieh- und Pferdezucht, Flachsanbau und Alpwirtschaft dominierten bis ins 19. Jh., ab 1880 spielte die Handmaschinenstickerei eine Rolle. Bis zur Melioration 1920-36 bestand Streuewirtschaft im Saxerriet. Das verkehrsmässig ungünstig gelegene S. gehört architektonisch zu den besterhaltenen Bauerndörfern des Rheintals.

Quellen und Literatur

  • W. Rüdisühli, S. und die Herrschaft Hohensax, 1996