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GurzelenSO

Abgegangener Ort westlich von Solothurn, auf dem heutigen Gebiet der Gemeinde Langendorf. 1288 Gurzellon bzw. Gurcellon, 1296 prope villam Gurzellon ex alia parte zem Hungisbach. Dank dem Hinweis Hungisbach (später Hündlisbach) lässt sich der Ort gut lokalisieren: Der Bach fliesst von Lommiswil her an die westliche Stadtgrenze von Solothurn. Weitere Urkunden über Gurzelen finden sich im 14. Jahrhundert, so Lehenbriefe von 1304 und 1367, die eine Mühle und Stampfe bzw. eine zwischen Langendorf und Gurzelen gelegene Bläue (Stampfmühle) betreffen. 1375 soll Gurzelen von den Guglern zerstört worden sein. Die Mühle wird aber noch 1593 erwähnt. Heute bestehen die Flurnamen Gurzelen und Gurzelenfeld.

Quellen und Literatur

  • UB SO 3, 234, 246, 422
  • J. Mösch, Langendorf, 1951, 6
  • Solothurner Ztg., Nr. 67, 1980

Zitiervorschlag

Othmar Noser: "Gurzelen (SO)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.03.2004. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007716/2004-03-03/, konsultiert am 18.05.2022.