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Gilgenberg

Burgruine über dem Dorf Zullwil SO. Bauherren waren die Herren von Ramstein, worauf der Burgname hinweist, weil er Bezug auf ihr ab 1265 tradiertes Wappen mit den zwei gekreuzten Lilien (Gilgen) nimmt. Die um 1300 errichtete Burg fusst auf einer älteren Anlage (um 1200). Die ersten Erwähnungen sind für 1312, 1315 und 1326 bezeugt. Ein Lehenbrief von 1371 gibt Auskunft über die Herrschaftsrechte G., welche die Grundherrschaft in Meltingen, Zullwil und Nunningen, in der Mühle in der Engi sowie in den Höfen Roderis und Fehren umfassten. Obwohl es ursprünglich ein Allod war, wurde das Eigen in bischöfl.-basler. Lehenshoheit überführt, um sich gegen fremden Zugriff abzusichern. Im 15. und 16. Jh. gehörten u.a. die Kirchensätze zu Meltingen und der Hilarienkapelle in Reigoldswil zur Herrschaft, und eines der vier Sisgauer Landgerichte fand sich ze Nunningen uffe der huoben. 1525 besetzten aufständ. Bauern die Burg G. 1527 verkaufte sie Hans Imer von G. mit Turm, Burgbann, Scheunen und Matten sowie den Dörfern Nunningen, Meltingen und Zullwil mit hohen und niederen Gerichten für 5'900 Gulden der Stadt Solothurn. Der Bf. von Basel als Oberlehensherr genehmigte den Verkauf der Herrschaft, die durch Solothurn nun als Vogtei organisiert wurde. Anlässlich des Franzoseneinfalls von 1798 äscherte das Landvolk die Burg ein. 1980-81 wurde die Ruine restauriert und steht heute unter Denkmalschutz.

Quellen und Literatur

  • W. Meyer, «Im Banne von G.», in Nunningen, 1996, 85-114
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