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ThalSO

Bezirk des Kantons Solothurn, der sich auf die neun Gemeinden des Dünnern- und des Guldentals erstreckt. 1850 6640 Einwohner; 1900 8434; 1950 13'689; 1970 14'065; 1980 12'773; 2000 14'038.

Bis 1798 Hauptteil der Vogtei Falkenstein. Ab 1798 Teil des helvetischen Distrikts Balsthal, ab 1803 des Oberamts Balsthal, ab 1831 eigener Wahlkreis, der die Gerichte Balsthal und Matzendorf umfasste und 1841 die Bezeichnung Balsthal-Thal erhielt. Seit 1988 Bezirk. Das Thal blieb lange landwirtschaftlich geprägt, obwohl sich Ende des 18. Jahrhunderts und zu Beginn des 19. Jahrhunderts die ersten Industriebetriebe des Kantons ansiedelten, so die Eisen verarbeitenden Betriebe der Von Roll in der Klus, in Aedermannsdorf und Gänsbrunnen sowie eine Fayencefabrik in Aedermannsdorf. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts expandierte die Von Roll in der Klus; die aus einer Mühle hervorgegangene Holzschlifffabrik wurde zur Papierfabrik erweitert und die Handwerksbetriebe der Uhrmacherei (Welschenrohr) und Kammmacherei (Mümliswil) wurden durch Industriebetriebe abgelöst. In den 1970er Jahren war das Thal von der Wirtschaftskrise stark betroffen, was zu einem starken Rückgang der Bevölkerungszahl führte. 2009 erhielt das Thal als erste Region der Schweiz das Label Regionaler Naturpark.

Quellen und Literatur

  • W. Hafner, Wenn du im Thal aufgewachsen bist, so lässt dich diese Gegend dein ganzes Leben nicht mehr los, [1981]
  • G. Vogt, Sommer 1940, hg. von A. Vogt, M. Gasser, 2000
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Zitiervorschlag

Albert Vogt: "Thal (SO)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.10.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007727/2012-10-03/, konsultiert am 28.05.2024.