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Büriswilen

Lang gestreckter Strassenweiler im Bezirk Oberegg des Kantons Appenzell Innerrhoden, an der Gabelung der Verkehrswege von Walzenhausen nach Oberegg bzw. Berneck. Die Bewohner der Höfe des um 1400 erstmals erwähnten Büriswilen waren bis 1658 der Pfarrei Berneck zugeteilt. Am Südrand der Siedlung liegt die 1728 erbaute Karl-Borromäus-Kapelle, ein steiler Rechteckbau mit dreiseitigem Kleinchor und achteckigem, zwiebelgekröntem Dachreiter. Im Innern ist sie unter anderem mit einer Darstellung der Pestpatrone Karl Borromäus, Rochus und Sebastian sowie mit Kreuzwegstationen geschmückt, deren Malerei und Rahmen im Stil des bäuerlichen Rokoko gehalten sind. Vom ausgehenden 18. Jahrhundert an besuchten die Kinder die Schule in Sulzbach.

Quellen und Literatur

Von der Redaktion ergänzt
  • Hänggi-Aragai, David; Fuchs, Thomas: Oberegger Geschichte. Der äussere Landesteil von Appenzell Innerrhoden, 2018 (Innerrhoder Schriften, 18).

Zitiervorschlag

Ivo Bischofberger: "Büriswilen", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 15.04.2003. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007733/2003-04-15/, konsultiert am 06.12.2022.