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Epeisses

Weiler in der polit. Gem. Avully GE. 1220 Espeyssie, Espessi. 1220 erteilte Humbert, Gf. von Genf, dem Propst von Saint-Victor die Erlaubnis, zur Verteidigung der Champagne und um den Mönchen und ihrem Gefolge eine Zuflucht zu bieten, in E. eine Burg zu bauen, einen Markt einzurichten und eine aus zwanzig Familien bestehende Wache aufzustellen. Diese aus dem Meieramt Champagne und von Cartigny stammenden Familien wurden von der Gerichtsbarkeit und jeglichem Dienst befreit. Der Gf. von Genf versprach, E. zu verteidigen, und verpflichtete sich, die von den Beamten des Propstes zum Tode verurteilten Verbrecher hinrichten zu lassen. Die auf dem Felsen in der Rhoneschlaufe errichtete Burg befand sich gegenüber der am anderen Ufer gelegenen Burg La Corbière (Gem. Challex, Ain), einem Besitz der Herren von Gex, auf den die Gf. von Savoyen Anspruch erhoben. E. stellte die Bewachung der nahe gelegenen Corbière-Brücke sicher. Die Halbinsel war von einem Graben umgeben, der die Burg vom heute noch bestehenden Markt trennte. Nachdem die gesamte Region im 14. Jh. an Savoyen übergegangen war, verlor die Burg ihren Zweck und wurde zu einem nicht bekannten Zeitpunkt zerstört.

Quellen und Literatur

  • L. Blondel, Châteaux de l'ancien diocèse de Genève, 1956, 44-46