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Vésenaz

Dorf in der politischen Gemeinde Collonge-Bellerive GE, an der Strasse Genf-Thonon gelegen. 1336 Vysinaz. Graf Amadeus III. von Genf überliess 1336 die Gerichtsbarkeit in Vésenaz der Zisterzienserinnenabtei von Bellerive. Bis zur Reformation hing Vésenaz von der Pfarrei Vandœuvres ab. 1536 kam es zu Collonge, das 1598 wieder katholisch wurde. 1885 wurde Vésenaz, dessen Kirche der Unbefleckten Empfängnis geweiht ist, zu einer eigenständigen Pfarrei. Ab 1897 bestand auch eine reformierte Kirchgemeinde. Die Burg aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gehörte den Genfer Familien Favre und Vaudenet. Ab 1890 war Vésenaz an die Tramlinie Genf-Corsier angeschlossen, der späteren Linie Genf-Hermance (seit 1958 Busbetrieb). Bis Anfang des 20. Jahrhunderts blieb das Dorf bäuerlich geprägt. In den 1920er und 1950er Jahren entstanden Einfamilienhaussiedlungen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts war Vésenaz verstädtert.

Quellen und Literatur

  • G. Curtet, Collonge-Bellerive, 2 Bde., 1986-1996
  • P. Baertschi et al., Collonge-Bellerive, 1997

Zitiervorschlag

Georges Curtet: "Vésenaz", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 28.02.2013, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007751/2013-02-28/, konsultiert am 16.06.2024.