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Villette

Weiler in der Gemeinde Thônex GE. 1137 Villette. 1443 14 Feuerstätten; 1801 167 Einw.; 1992 448.

Römische Siedlungsspuren. Das befestigte Haus der mächtigen, ab 1137 erwähnten Herren de Villette wurde 1305 während der Auseinandersetzungen zwischen den Grafen von Genf und denjenigen von Savoyen weitgehend zerstört. Nachdem es wieder aufgebaut worden war, nahmen es 1536 Berner Truppen ein. Zwischen 1567 und 1617 wechselte es mehrfach den Besitzer. 1567-1570 entstand ein Wohntrakt mit zwei Türmen. Die Anlage bestand bis ins 18. Jahrhundert als Dependance des Château-Blanc. 1412 wird eine heute nicht mehr existierende Kapelle Saint-Nicolas als Filiale von Thônex erwähnt. An deren vermutetem Standort entdeckte man 1977 135 mittelalterliche Gräber. Villette bewahrte seinen ländlichen Charakter (Viehzucht, Getreidebau, Gemüsekulturen). Eine 1871 gegründete Zimmerei beschäftigte 1971 80 Personen. 1976 wurde eine Umfahrungsstrasse eröffnet.

Quellen und Literatur

  • Thônex: une commune, une histoire, 2010

Zitiervorschlag

Christiane Stahel: "Villette", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.01.2015, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007753/2015-01-03/, konsultiert am 21.07.2024.