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SchwamendingenVogtei

Nachdem die Stadt Zürich 1424 die Grafschaft Kyburg erworben hatte, erhob sie den südwestlichen Teil des kyburgischen Amts Kloten, nämlich Oberhausen, Opfikon, Oerlikon, Schwamendingen und möglicherweise Seebach, zu einer Vogtei. In all diesen Orten verfügte Zürich lediglich über die hohe Gerichtsbarkeit. Opfikon ging 1442 wieder an die Grafschaft Kyburg zurück. Nach der Reformation zog die Stadt Zürich auch die Niedergerichtsrechte an sich, die in Oberhausen beim Kustos des Grossmünsters, in Schwamendingen beim Grossmünsterstift selbst und in Seebach beim Fraumünster gelegen hatten. 1615 legte der Zürcher Rat die Vogteien Schwamendingen und Rieden-Dietlikon-Dübendorf zur Obervogtei Schwamendingen zusammen. Bis 1799 wurde die Obervogtei Schwamendingen als sogenannte innere Vogtei von Zürich aus verwaltet. In der Helvetik wurde das Gebiet der Obervogtei dem Distrikt Regensdorf zugeschlagen.

Quellen und Literatur

  • A. Largiadèr, «Die Anfänge des zürcher. Stadtstaates», in Festgabe Paul Schweizer, 1922, 1-92, v.a. 70-72

Zitiervorschlag

Martin Illi: "Schwamendingen (Vogtei)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 10.11.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007928/2011-11-10/, konsultiert am 07.02.2023.