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Weiningen (ZH, Herrschaft)

Die bis 1798 bestehende Gerichtsherrschaft W.-Oetwil umfasste die rechte Seite des zürcher. Limmattals. Sie entstand 1435, nachdem die Zürcher Fam. Meyer von Knonau die zwei Herrschaftskomplexe in ihrer Hand vereinigt hatte, die beide im Blutgerichtskreis der Grafschaft Baden lagen. Der grössere Komplex mit dem Talort W. ging wohl auf die Ausstattung des Klosters Fahr durch die Frh. von Regensberg im 12. und 13. Jh. zurück. Während Grundbesitz und grundherrl. Rechte ans Kloster gingen, behielten die Regensberger die Vogtei und die niedere Gerichtsbarkeit, welche sie 1306 den Zürcher Bürgern Berchtold und Jakob Schwend verkauften. Der andere Komplex mit dem Dorf Oetwil war im 14. Jh. Teil des habsburg. Amts Siggenthal und kam 1432 an den Zürcher Bürger Peter Schön. Die Stadt Zürich erreichte, dass beide Teile der Herrschaft nur an ihre Bürger verliehen werden durften. Zudem nahm sie im 15. Jh. Bewohner der Herrschaft in ihr Bürgerrecht auf und begann so, über Mannschafts- und Steuerrecht zu verfügen. In der Helvetik gelangte das Gebiet der Herrschaft mit Ausnahme von Oetwil (bis 1803 Kt. Baden) zum zürcher. Distrikt Regensdorf., dann zum Bez. Zürich und schliesslich 1989 zum Bez. Dietikon.

Quellen und Literatur

  • O. Allemann, Die Gerichtsherrschaft W.-Oetwil 1130-1798, 1947