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Tours

Freiburger Enklave in der Gemeinde Corcelles-près-Payerne VD, seit 2004 Teil der Gemeinde Montagny. 1166 De Turribus, 1228 Tors.

Ab dem 8./9. Jahrhundert war Tours Zentrum einer Pfarrei, der Montagny-les-Monts, Montagny-la-Ville und Mannens-Grandsivaz angehörten. 1166 bestätigte Bischof Landri de Durnes die Schenkungen seines Vorgängers Amadeus an das Priorat Saint-Maire in Lausanne, darunter die Kirche Tours. 1509 trat die Stadt Payerne Tours gegen Ländereien in Corcelles an Freiburg ab. Eine erste Kirche aus dem 6. Jahrhundert wurde auf den Fundamenten eines römischen Gutshofs errichtet. Gemäss den 1974-1975 durchgeführten Grabungen wurde sie im 9.-10. Jahrhundert umgestaltet und Anfang des 12. Jahrhunderts neu aufgebaut. Im 17. Jahrhundert erfolgte die Verlegung der Pfarrkirche nach Montagny-les-Monts. Die heutige Kapelle entstand 1778-1781. Notre-Dame de Tours, das ab dem 15. Jahrhundert ein Pilgerort war, ist seit der Gründung einer Stiftung 1954 ein viel besuchtes geistiges Zentrum. 1977-1988 beherbergte es eine vietnamesische Zisterziensergemeinschaft.

Quellen und Literatur

  • O. Perler, «L'église de Notre-Dame de Tours», in ZSK 69, 1975, 209-236
  • W. Stöckli, «Les fouilles archéologiques à l'église Notre-Dame de Tours FR», in ZAK 35, 1978, 79-100
  • S. Jäggi, Die Herrschaft Montagny, 1989
Weblinks
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GND

Zitiervorschlag

Marianne Rolle: "Tours", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.02.2014, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007998/2014-02-25/, konsultiert am 25.04.2024.