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Châtel-Saint-DenisHerrschaft

Die Herrschaft C. ging aus der Herrschaft Fruence hervor, die das Gebiet zwischen Moléson, Veveyse de Fégire, Mont Vuarat und Broye umfasste. 1296 verkaufte Jean III. de Fruence seine Rechte und Güter dem Grafen Amadeus V. von Savoyen, behielt sich und seinen Nachkommen aber das Vizedominat vor. Die Lehensleute der Herren de Fruence mussten sich bis auf diejenigen aus Remaufens in der Neustadt C. niederlassen, die der Graf nördlich von Fruence bauen liess. Der direkteste Weg zwischen dem Greyerz und dem Genfer Seegebiet am Fuss der Voralpen führte über den Ort, der von diesem Handel profitierte und sich zu einem Marktplatz von regionaler Bedeutung entwickelte. Bis 1384 übte das Haus Savoyen die Herrschaftsrechte direkt aus. Bis 1445 gehörten Güter und Rechte dann der Fam. de Challant, danach gingen sie durch mehrere Hände. 1461 wurde die Herrschaft von der Stadt Freiburg besetzt, die Gläubigerin des damaligen Besitzers war. 1574 kaufte Freiburg das Gebiet, in dem es seit der Eroberung der Waadt 1536 bereits die Oberherrschaft innehatte. 1574-1798 bildete C. eine Landvogtei und danach einen Bezirk. Seit 1848 gehört das Gebiet zum Bez. Veveyse.

Quellen und Literatur

  • L. Philipona, Histoire de la seigneurie et baillage de C. en Fruence de 1100 à 1800, 1921
  • B. de Vevey, Châteaux et maisons fortes du canton de Fribourg, 1978, 70-75
  • L. Pedrini, C. (Saint-Denis de Fruence): une "villa nova" de la fin du XIIIe siècle, 1989
  • J.P. Anderegg et al., 700 ans C., 1997