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Johann JakobChristinger

23.11.1836 Langenhart, 22.8.1910 Hüttlingen, ref., von Langenhart und Hüttlingen. Sohn des Hans Jakob, Landwirts. Ledig. 1853-56 Ausbildung zum Primarlehrer in Kreuzlingen, 1857-59 Theologiestud. an der Univ. Zürich, 1859-61 in Jena; 1861 Ordination. 1862-65 Pfarrer in Matzingen, 1865-70 Lehrer an der Kantonsschule Frauenfeld (1868-70 Rektor). 1870-74 Pfarrer in Arbon, 1875-1910 in Hüttlingen, 1898-1910 Dekan; Kirchenrat. Als Sympathisant Eduard Häberlins unterlag C. 1869 in der Volkswahl zum Regierungsrat dem Demokraten und späteren Bundesrat Fridolin Anderwert. Die folgende Wahl zum Staatsschreiber lehnte er ab. Eine zweite Regierungsratskandidatur scheiterte 1879. Als Erzieher war C. sowohl Johann Heinrich Pestalozzi als auch dem Entwicklungstheoretiker Herbert Spencer verbunden. Er erwarb sich insbesondere Verdienste als Historiker (u.a. 1875 Biographie Thomas Bornhausers), Schriftsteller und Sozialpolitiker: C. war langjähriger Präs. der Thurg. Gemeinnützigen Gesellschaft und 1880-85 Redaktor der "Schweiz. Zeitschrift für Gemeinnützigkeit".

Quellen und Literatur

  • M. Luginbühl, «Johann Jakob C. (1836-1910)», in ThBeitr. 132, 1995, 71-80
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Lebensdaten ∗︎ 23.11.1836 ✝︎ 22.8.1910