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Villardin

Kleinherrschaft, die aus den freiburgischen Dörfern Montet (Glâne) und Vuarmarens bestand. Der 1255 erwähnte Ritter Willerme Bence ist der erste bekannte Herr von Villardin. Mitte des 14. Jahrhunderts kam Villardin durch Heirat an die de Glâne, Bürger von Moudon, und 1577 an die Loys von Lausanne. Diese verkauften die Herrschaft 1767 der Familie Castella von Freiburg. Ab dem 14. Jahrhundert verfügten die Inhaber der Herrschaft hauptsächlich über andere Einkünfte, weshalb Villardin als Einnahmequelle eher unbedeutend war. Die Herren von Villardin huldigten 1484 dem Herzog von Savoyen und 1579 der Stadt Freiburg, die ihnen die Hochgerichtsbarkeit unter Vorbehalt des Appellationsgerichts überliess. Die Burg, die vermutlich im 14. Jahrhundert verlassen wurde, war im 16. Jahrhundert eine Ruine, von der nur wenige Reste erhalten blieben.

Quellen und Literatur

  • M. Reymond, «Les seigneurs et le château de Villardin près Rue», in Ann. frib., 1913, 184-190, 193-201

Zitiervorschlag

François Blanc: "Villardin", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.01.2015, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008146/2015-01-03/, konsultiert am 12.07.2024.