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VicHendry

18.8.1920 Cavorgia (Gemeinde Tujetsch), 17.12.2014 Schaffhausen, katholisch, von Tujetsch. Sohn des Giachen Martin Hendry, Bauern. Zaria Venzin. Vic Hendry machte eine Ausbildung zum Primar-, später zum Sekundarlehrer. Erste Erzählungen veröffentlichte er in der Zeitschrift Il Pelegrin de Milaun. 1957 folgte mit Tia veglia daventi seine erste grössere Arbeit. 1960 liess sich Hendry in Schaffhausen nieder. Zu seiner erzählenden Prosa gehören Discuors cugl assassin (1970, Gespräch mit dem Mörder, geschrieben nach einem freiwilligen Gefängnisaufenthalt) und die Sozialreportagen En Schurnada (1983, Im Taglohn). Ab 1990 publizierte er auch Gedichte (Auras 1995), zudem war er als Übersetzer vom Deutschen ins Rätoromanische tätig. Hendry schuf ein umfangreiches Werk, in dem er sich literarisch oft mit sozialen und psychologischen Fragen auseinandersetzte. Seine zahlreichen Zeitschriftenbeiträge widmete er vorwiegend historischen Themen. Er erhielt 2001 den Kulturpreis des Kantons Graubünden.

Quellen und Literatur

  • Staatsarchiv Graubünden, Chur, Literarischer Nachlass Ludivic Hendry.
  • Bezzola, Reto R.: Litteratura dals Rumauntschs e Ladins, 1979.
  • Deplazes, Gion: Die Rätoromanen. Ihre Identität in der Literatur, 1991.
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Kurzinformationen
Variante(n)
Ludivic Hendry (Taufname)
Lebensdaten ∗︎ 18.8.1920 ✝︎ 17.12.2014

Zitiervorschlag

Walther, Lucia: "Hendry, Vic", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.08.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008152/2020-08-25/, konsultiert am 16.01.2021.