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Steinebrunn

Dorf in der polit. Gem. Egnach TG. 1302 Staibrunnen. 1880 187 Einw.; 1910 258; 1962 308; 1980 283; 2005 336. Der Widumhof S. war der Martinspfarrei Arbon zehntpflichtig. S. gehörte zum Gericht Arbon, ab 1544 zum Gericht Egnach, das bis 1798 für das Domstift Konstanz vom bischöfl. Obervogt verwaltet wurde. Die Galluskapelle aus dem 13. Jh. war von der Reformation bis 1674 geschlossen, dann wurde die Messe wieder gelesen. Der Bf. von Konstanz gestattete 1743 die Bildung einer Kaplanei. 1872 erfolgte die Gründung der Pfarrei und 1925 die Errichtung der kath. Pfarrkirche St. Gallus auf dem Winzelnberg. Neben Obst- und Weinbau wurde Ackerbau im Dreizelgensystem, im 19. Jh. vermehrt Vieh- und Milchwirtschaft (ab 1864 mit Sennerei) betrieben. Seit 1910 verfügt S. über eine Bahnstation an der Linie St. Gallen-Romanshorn. Auf dem Gelände der 1912 eröffneten Konservenfabrik entstand 1929 die Chemiefirma Radix AG. Die 1912 gegr. Stickerei Bickel & Co. beschäftigte 1975 41 Angestellte. 2007 erstellte die Alibona AG ein Käse-Reifungszentrum für 1'530 t Käse. Ab 1970 wurden neue Einfamilienhausquartiere angelegt.

Quellen und Literatur

  • W. Koch, Die 68 Höfe, Weiler und Dörfer der Gem. Egnach, 1996, 86-91
  • Thurgauer Ztg., 24.3.2007

Zitiervorschlag

Trösch, Erich: "Steinebrunn", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 10.01.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008173/2013-01-10/, konsultiert am 20.10.2021.