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Bachtobel

Oberboltshausen

Thurg. Gerichtsherrschaft, auch Oberboltshausen gen., am Südhang des Ottenbergs, westl. der Herrschaft Weinfelden. B. umfasste nur das Schloss und einige Höfe. Wirtschaftl. Grundlage war der Rebbau. Aus den Anfängen der Burg B. ist nichts bekannt. Um 1500 waren die Schenken von Kastel Gerichtsherren zu B., 1623 Junker Heinrich Göldlin von Tiefenau, ein Sohn des gleichnamigen Schultheissen von Rapperswil (SG). Von den Göldlin gelangte B. über verwandtschaftl. Beziehungen 1659 an die Ebinger von Steisslingen. Diese veräusserten B. 1784 an Landrichter Johann Ulrich Kesselring (1742-1812), Landwirt in Boltshausen. Er und sein gleichnamiger Sohn (1765-1822) wirkten bei der Auflösung des Gerichtsherrenstandes 1798 kräftig mit. Heute ist B. ein renommiertes Weingut.

Quellen und Literatur

  • H. Lei, «Der thurg. Gerichtsherrenstand im 18. Jh.», in ThBeitr. 99, 1962, 3-177
  • H. Lei, Vor zweihundert Jahren erwarb Johann Ulrich Kesselring B., [1996]
Kurzinformationen
Variante(n)
Oberboltshausen