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EggenTG

Ehem. Vogtei bzw. Niedergericht TG. Die Vogtei E. (1192 Eggon) ging aus der Konstanzer Bischofshöri hervor und umfasste deren südöstl. Gebiet, das zwischen den Klöstern Kreuzlingen und Münsterlingen sowie den Dörfern Illighausen, Graltshausen, Ellighausen und Egelshofen lag. Um 1200 wurde der Landstrich "auf der E." rechtlich von der Vogtei über die Bischofsstadt getrennt und gelangte in den Besitz des Stifts Beromünster, das E. 1250 wieder dem Bischof abtrat. Vor 1286 wurde die Vogtei E. Reichsgut und den Herren von Klingenberg verpfändet. Diese teilten sie spätestens ab 1428 mit den Payer von Hagenwil (um 1430 Offnung). 1447 wurde das sog. Raitigericht (u.a. mit Ellighausen) abgetrennt und dem Konstanzer Almosenamt unterstellt. 1471 und 1542 erwarb die Stadt Konstanz die beiden Teile der Vogtei und liess sie bis 1798 von ihrem Bürgermeister verwalten.

Quellen und Literatur

  • StadtA Konstanz, Vogteiarchiv
  • [J.A. Pupikofer], «Die Bischofshöre und die Vogtei E. sammt der Offnung der Vogtei E.», in ThBeitr. 8, 1867, 1-15
  • H. Maurer, «Die Bischofshöri», in Freiburger Diözesan-Archiv 100, 1980, 9-25
  • B. Giger, «Gerichtsherren, Gerichtsherrschaften, Gerichtsherrenstand im Thurgau des SpätMA bis in die frühe Neuzeit», in ThBeitr. 130, 1993, 84 f.