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WellenbergTG

Ehem. Herrschaft und Burg bzw. Schloss in der polit. Gem. Felben-Wellhausen TG, die erstmals 1204 mit Waltherus de Wellinberc, Dienstmann der Abtei Reichenau, urkundlich erwähnt wird. W. war 1338 im Besitz der Herren von Spiegelberg, 1364-85 der von Strass, 1385-1512 der von Hohenlandenberg und 1512-37 der Mötteli vom Rappenstein. Nach versch. Neu- und Erweiterungsbauten um 1520 verkaufte der kath. Joachim Mötteli 1537 den ganzen Güterkomplex und die dazugehörigen Rechte dem ref. Gregor von Ulm aus Ravensburg. 1669/94 erwarb der Stand Zürich von dessen Fam. die Herrschaft mit den Gerichten Wellhausen, Thundorf und Mettendorf-Lustdorf und liess sie 1702-98 von Obervögten verwalten. 1710 wurde die Schlosskapelle renoviert, 1769 die Schlossbrücke gedeckt und 1792 der Graben teilweise aufgefüllt. 1815 erwarb Joachim Leonz Eder das Schlossgut, das sich nach versch. Handwechseln seit 1900 im Besitz der Fam. Schenkel befindet. 1873 wurde W. von der Ortsgem. Thundorf getrennt und der Ortsgem. Wellhausen zugeteilt.

Quellen und Literatur

  • J.J. Wälli, «Schloss W.», in ThBeitr. 47, 1907, 4-123
  • Kdm TG 1, 1950, 442-446
  • B. Giger, «Gerichtsherren, Gerichtsherrschaften, Gerichtsherrenstand im Thurgau vom Ausgang des SpätMA bis in die frühe Neuzeit», in ThBeitr. 130, 1993, 121 f.
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