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Longeborgne

Einsiedelei (Gemeinde Sitten, Pfarrei Bramois) und Marienwallfahrtsort im Kanton Wallis, 1522 in der Schlucht der Borgne erbaut und von Laieneinsiedlern, zum grössten Teil Tertiariern des Franziskanerordens, bewohnt. Ab 1924 Betreuung von Longeborgne durch die Benediktiner, die hier in der französischen Schweiz Fuss fassten. 1928-1956 waren sie dann im Kloster Corbières, anschliessend in jenem von Le Bouveret (Gemeinde Port-Valais), dem Longeborgne als Dependance unterstellt wurde. 1932 trat die Bürgerschaft Sitten den Benediktinern das Patronatsrecht ab, das sie ab 1699 innegehabt hatte. Kapellen zur schmerzhaften Mutter Gottes und zum Heiligen Antonius von Padua. Wichtige Votivbildsammlung.

Quellen und Literatur

  • HS IX/2, 720 f.
  • R. Syburra-Bertelletto, C. Santschi, L'ermitage de Longeborgne, 2003
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Zitiervorschlag

François Huot: "Longeborgne", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 22.09.2006, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008220/2006-09-22/, konsultiert am 27.05.2022.