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Schüpbach

Gemeindeteil der polit. Gem. Signau BE. Das Dorf S. an der Mündung des gleichnamigen Bachs in die Emme bildet mit versch. Hofgruppen wie Hälischwand, Bembrunnen, Mettenberg rechts und Ried links der Emme sowie Einzelhöfen den ehem. Schüpbachdrittel. 1250 curtis Schuppah. 1491 wird eine Siedlung mit Holz- und Weiderechten im Emmenschachen erwähnt, 1597 bestand diese aus sieben Häusern. Die Lage an der Landstrasse und die 1550 erstellte Emmenbrücke - die bestehende Holzbrücke stammt von 1838 - verhalfen S. zu einer guten Verkehrsanbindung. S. entwickelte sich zu einer Gewerbesiedlung mit Mühle, Sägerei und Schmiede. Im 18. Jh. zog die Leinenheimarbeit der Taunerbevölkerung eine Färberei, eine Bleicherei und eine Garnwäscherei nach sich und das Krämerhaus entstand. 1778 begann die Ziegelfabrikation; der daraus entstandene Handelsbetrieb gab in den 1990er Jahren auf. 1856 erfolgte die Melioration des Talgrunds. Der Bau der Talstrasse und der Bern-Luzern-Bahn 1864-75 brachten S. im 20. Jh. neuen Aufschwung. Das einheim. Kleingewerbe verzeichnete Betriebe der Bau- und Holzbranche, Sägereien, Mühlen und eine Käserei. Es entstanden industrielle Betriebe wie etwa eine Palettenfabrik und ein Kieswerk. 2009 lebten etwa 1'000 Personen bzw. rund 40% der Einwohner der Gem. Signau in S.

Quellen und Literatur

  • SSRQ BE II/8
  • F. Häusler, Die alten Dorfmärkte des Emmentals, 1986, 118
  • Das Obere Emmental, 1987