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Maxima Sequanorum

M. bezeichnet eine spätröm. Provinz. Ks. Diokletian (284-305) teilte die Provinz Germania Superior (bereits verkleinert) in Germania Prima im Norden und Sequania im Süden auf, wobei Letztere später M. hiess (der Zuname Maxima nicht sicher gedeutet). Diese kann bis zur Mitte des 5. Jh. nachgewiesen werden und umfasste die Civitates der Sequaner (Besançon als Hauptstadt der Provinz) und Helvetier (Avenches), Equestris mit Noviodunum (Nyon) sowie Basel. Die zivile Verwaltung unterstand einem praeses, die militärische einem dux. Die Provinz M. bildete einen Teil der Diözese Galliae (Präfektur Gallien mit Hauptort Trier) und lebte in der ma. und frühneuzeitl. Kirchenprovinz Besançon fort.

Quellen und Literatur

  • H. Nesselhauf, Die spätröm. Verwaltung der gall.-germ. Länder, 1938
  • F. Staehelin, Die Schweiz in röm. Zeit, 31948, 269 f.
  • C. Bonnet et al., Province ecclésiastique de Besançon (M.), 2007, 11-16

Zitiervorschlag

Frei-Stolba, Regula: "Maxima Sequanorum", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 29.10.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008422/2009-10-29/, konsultiert am 28.10.2020.