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Bipp

Das Schloss, angelegt auf einem Juraausläufer. Aquarell von Albrecht Kauw, 1670 (Bernisches Historisches Museum) © Fotografie Stefan Rebsamen.
Das Schloss, angelegt auf einem Juraausläufer. Aquarell von Albrecht Kauw, 1670 (Bernisches Historisches Museum) © Fotografie Stefan Rebsamen.

Adelsherrschaft bis 1413, bern.-solothurn. Amt bis 1463, bern. Landvogtei 1463-1798. Zwischen der Jurakette und dem Aarelauf lag die Herrschaft B. der Gf. von Frohburg in der von ihnen verwalteten Landgrafschaft Buchsgau. Nach Erbgängen zerfiel sie in die Ämter B. und Erlinsburg, die vor 1297 bzw. 1332 an die Gf. von Neuenburg-Nidau kamen. Nach deren Aussterben gelangte die überschuldete Herrschaft B. 1375 an die Thiersteiner, 1379 an die Kyburger, 1385 an das Haus Habsburg. Bern und Solothurn, beide an der Herrschaft interessiert, erhielten sie kraft eines eidg. Schiedsspruchs 1413 zu gemeinsamem Besitz, der nach dem Kauf der Landgrafschaft Buchsgau 1426 auch alle Gerichte umfasste. 1463 setzte Bern die Teilung des Herrschaftskonglomerats durch: Bern übernahm B., Solothurn Bechburg. Zentrum der bern. Landvogtei B. mit den Niedergerichten Wiedlisbach (Oberbipp, Attiswil, Farnern, Rumisberg, Wiedlisbach) und Niederbipp (Niederbipp, Wolfisberg, Walliswil, Rufshausen-Schwarzhäusern) war die Burg B. (968 Pippa burgones, 1268 castrum Bippo) in Oberbipp: Im 13. Jh. erbaut und in bern. Zeit ausgebaut, wurde sie 1798 geplündert und dem Zerfall überlassen (heute Ruine). Das Gebiet der im gleichen Jahr aufgehobenen Landvogtei B. ging im helvet. Distrikt Wangen auf.

Quellen und Literatur

  • SSRQ BE II/10, (Karten)
  • K.H. Flatt, Die Errichtung der bern. Landeshoheit über den Oberaargau, 1969, v.a. 271-274
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