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Rohrdorf

Ehemals habsburg. Amt, 1415-1798 Amt in der Grafschaft Baden, 1803-54 polit. Gem. AG, Bez. Baden. Zwischen Reussebene und Heitersberg gelegen, umfasste das Amt R. die Siedlungen Bellikon, Hausen, Künten, Stetten, Sulz, Remetschwil, Oberrohrdorf, Niederrohrdorf, Holzrüti und Vogelrüti. 1275 Rordorf. 1837 1'489 Einw. Die ortsansässige Oberschicht stellte in R. die Untervögte und Steuermeier, in Oberrohrdorf ist die Zehntenscheune von 1660 erhalten. Die helvet. Verwaltung teilte das Amt 1798 zwischen den Distrikten Bremgarten und Baden auf. 1805 wurden Remetschwil, Staretschwil, Busslingen, Ober- und Niederrohrdorf zur Gesamtgem. R. im Bez. Baden zusammengefasst. 1854 wurde R. in die polit. Gemeinden Niederrohrdorf, Oberrohrdorf und Remetschwil aufgeteilt.

Quellen und Literatur

  • Chronik Niederrohrdorf, 1979
  • H. Meier, R., 1980
  • F. Hälg-Steffen, «Wirtschaftl. und sozialer Wandel am Rohrdorfer Berg vom 12. bis 16. Jh.», in Argovia 107/108, 1995/96, 1-98