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Trostburg

Die Ruine der vermutlich im späten 12. Jahrhundert errichteten Trostburg in der Gemeinde Teufenthal (AG) blieb neben dem Wohnturm von Ende des 15. Jahrhunderts erhalten. 1241 erstmals erwähnt, gilt die Trostburg als Sitz der Herren von Trostberg, die im Dienst der Grafen von Kyburg standen. Die Herrschaft Trostburg umfasste grundherrliche Rechte und das niedere Gericht in den Dörfern Teufenthal, Leutwil, Dürrenäsch, Zetzwil, Boniswil und Niederhallwil. Um 1340 kamen Burg und Herrschaft im Erbgang an die verwandten Herren von Rinach. Das Blutgericht, das die Grafen von Habsburg innehatten, gelangte nach der Eroberung des Aargaus 1415 an die Stadt Bern. 1486 erwarb Hans von Hallwyl Burg und Herrschaft Trostburg. Er liess auf der Trostburg Befestigungen, das turmartige Wohnhaus (sogenannte Hallwilhaus) und eine Kapelle bauen. Als seine Nachkommen 1616 Burg und Herrschaft an die Stadt Brugg verkaufen wollten, machte Bern sein Vorkaufsrecht geltend, integrierte die Herrschaft in die Landvogtei Lenzburg und veräusserte Haus, Schloss sowie dazugehörige Güter an reiche Teufenthaler Bauern. Die Trostburg wurde mehrheitlich dem Zerfall überlassen. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Teile der Trostburg zeitweise als Spieldosenfabrik genutzt. Nach mehreren Teilrenovationen im 20. Jahrhundert erfolgten ab 1999 eine umfassende archäologische Untersuchung, die Restauration und Rekonstruktion.

Quellen und Literatur

  • M.L. Heyer, W. Meyer, Burgen der Schweiz 8, 1982, 90-92
  • R. Bolliger, M. Widmer-Dean, Trostburg-Liebegg, 2005
Weblinks
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Zitiervorschlag

Markus Widmer-Dean: "Trostburg", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 16.11.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008520/2012-11-16/, konsultiert am 14.06.2024.