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Üchtland

Ehemalige Landschaft zwischen Arconciel und Bern. 1001/1003 Otolanda, 1082 in pago Ohtlannden, 1374 Nuehtland, 1531 Nuithlandia. Französisch selten Nuithonie.

Der Name Üchtland ist keltischen Ursprungs; der erste Namensbestandteil bezeichnete vermutlich den Abschnitt der Saane zwischen Arconciel und der Mündung in die Aare. Im Mittelalter scheint das Üchtland nie eine politische oder rechtliche Einheit gewesen zu sein und diente schon damals nur noch zur Lokalisierung von Örtlichkeiten. Einen sprachlichen oder historischen Zusammenhang mit dem südlich angrenzenden Ogoz, wie man dies lange glaubte, gibt es nicht. Hingegen bildete die Südgrenze die einzig klare Demarkationslinie des Gebiets, denn in allen anderen Himmelsrichtungen besass es keine klar umgrenzten Gebietskörperschaften als Nachbarn. Im Mittelalter reichte die geografische Ausdehnung des Üchtlands von Arconciel über Freiburg und das Flusstal der Saane sowie jenes der Sense bis Bern, das häufig als Bern im Üchtland bezeichnet wurde, und gelegentlich darüber hinaus bis Solothurn (1348 zu Bern und Solotern in Oechtland). In neuerer Zeit dient der Name in hochdeutscher Form zur Lokalisierung von Freiburg im Üchtland, um dieses von Freiburg im Breisgau zu unterscheiden.

Quellen und Literatur

  • P. Widmer, «Üchtland, ganz nüchtern betrachtet», in FGB 80, 2003, 173-177
  • W. Müller, «Der Name Üchtland. Eine Gegendarstellung», in FGB 83, 2006, 238-244
Weblinks
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Zitiervorschlag

Wulf Müller; Ernst Tremp: "Üchtland", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.11.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008562/2013-11-13/, konsultiert am 01.03.2024.