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Halbarte

Von der 2. Hälfte des 13. Jh. an beidseits der Alpen nachgewiesene, v.a. bei den Eidgenossen beliebte Stangenwaffe (Waffen). Der Begriff Hallenbarte ist beim Basler Dichter Konrad von Würzburg (1220-87) erstmals in dt. Sprache belegt. Bei Johannes von Winterthur ist die H. als im Morgartenkrieg 1315 neuartige Waffe erwähnt. Seit Mitte des 15. Jh. wird der Begriff auch im Französischen (hallebarde) verwendet. Anfänglich in der Form eines langgeschäfteten, grossen Messers, wurde sie nach ca. 1450 vermehrt als Hieb- und Stosswaffe (Halm = Schaft, Barte = Beil) eingesetzt. Im 15. und 16. Jh. war die H. neben dem Langspiess die wichtigste, oft schlachtentscheidende Stangenwaffe. Sie wurde in der Schweiz hergestellt oder aus Deutschland importiert. Nach dem 1. Villmergerkrieg (1656) begann die Grossproduktion von sog. Sempacher H.n für Bern und Zürich. Im 18. und 19. Jh. war die H. als Rangzeichen für Unteroffiziere, als Gardewaffe auch im Ausland beliebt.

Quellen und Literatur

  • E.A. Gessler, «Das Aufkommen der H. und ihre Entwicklung von der Frühzeit bis in das 15. Jh.», in Revue internationale d'histoire militaire 3/4, 1939/40, 145-217
  • J.A. Meier, «Sempacher H.n», in Blankwaffen, hg. von K. Stüber, H. Wetter, 1982, 223-250
Kurzinformationen
Variante(n)
Hellebarde