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Ägerisee

Durch Gletscherschurf entstandener See von 7,3 km² Fläche auf 724 m Höhe im zugerischen Ägerital, mit dem Hüribach als Hauptzufluss und der Lorze als Abfluss.

Ende des 10. oder Anfang des 11. Jahrhunderts erfolgte die erste Schenkung einer Fischenz an das Kloster Einsiedeln. Die Abtei bzw. das spätere Amt Fraumünster bezog bis 1838 einen Rötelzins aus dem Ägerisee. Der die Fischzinsen regelnde Seebrief von 1431 zeigt die volle Verfügung der Talleute über den Ägerisee. Der als Fischgewässer und zum Holztransport genutzte See blieb nach der Teilung des Tals in zwei Gemeinden 1798 gemeinsames Eigentum von Ober- und Unterägeri. 1857 wurde der Seespiegel durch Abgrabung der Lorze gesenkt. Seit 1890 wird eine touristische Motorschifffahrt betrieben. Um 1900 erfolgte die gerichtliche Klärung der Hoheitsrechte zwischen Kanton und Gemeinden. Der Anschluss des Tals an den regionalen Abwasserverband 1972 stoppte die Überdüngung. Seit 1992 dient der Ägerisee als Trinkwasserreservoir.

Quellen und Literatur

  • E. Zumbach, Die Fischereirechte des Ägerisees, 1922
Weblinks
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GND
Systematik
Umwelt / See

Zitiervorschlag

Renato Morosoli: "Ägerisee", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 23.07.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008652/2013-07-23/, konsultiert am 02.12.2022.