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Wiesental

Das W. erstreckt sich von der Quelle der Wiese am Feldberg im Schwarzwald bis zu deren Mündung in den Rhein bei Kleinhüningen. Das untere Tal war im 12. Jh. Mittelpunkt der Herrschaft Rötteln, die 1503 an Baden fiel und 1556 evangelisch wurde. Das obere Tal, Teil der vorderösterr. Landgrafschaft Breisgau, blieb katholisch. Holz aus dem Schwarzwald wurde auf der Wiese nach Basel und von dort weiter rheinabwärts geflösst. Um 1400 erstmals erwähnt, wurde die Flösserei ab 1726 auf einem Wiese-Flösskanal betrieben und Ende des 18. Jh. eingestellt. Zahlreiche Verträge regelten die Wasserrechte; der Vertrag von 1576 zwischen Basel und der Markgrafschaft Baden-Durlach gab bei Niedrigwasser erstmals dem Kleinbasler Gewerbe den Vorrang vor der Bewässerung landwirtschaftl. Nutzflächen. In der 2. Hälfte des 19. Jh. wurde die Wiese reguliert. Die rasante Entwicklung der Textilindustrie, insbesondere durch Schweizer Kapital (u.a. Handelshaus Merian) nach dem Beitritt Badens zum Dt. Zollverein 1835, aber auch der Maschinenbau, die Bürstenindustrie und die Schokoladenherstellung machten das Tal im 19. Jh. zum industriellen Zentrum Südbadens. In der 2. Hälfte des 20. Jh. schlossen zahlreiche Spinnereien und Webereien. Seit 1862 erschliesst die Bahn das W. von Basel her über Lörrach. 2000 arbeiteten rund 10% der Erwerbstätigen als Grenzgänger in Basel.

Quellen und Literatur

  • Der Landkreis Lörrach, 1993
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Umwelt / Tal