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PassoSan Jorio

Pass (2014 m) am Ostende des Morobbiatals an der Grenze zu Italien. Schon im Altertum verband der Passo S. das Comerseegebiet mit Bellinzona und der Mesolcina; seine älteste Variante stellte der unweit südlich gelegene Passo della Traversa dar. Der Passo S. besass strateg. Bedeutung, da über ihn jahrhundertelang eine der Verkehrsachsen zwischen der Lombardei und den Gebieten des Sopraceneri verlief. Im 15. Jh. benutzten die Visconti den Pass, als sie in die Kämpfe um Bellinzona eingriffen. Die Instandsetzung des Wegs wurde in einem 1465 von Kaufleuten aus Como an den Hzg. Francesco Sforza gesandten Schreiben erwähnt. Gemäss diesem Dokument bestanden die Warentransporte damals v.a. aus Lebensmitteln, Vieh und Eisen. Der Passo S. verdankte seine Bedeutung auch dem Eisenbergbau im oberen Morobbiatal und der herausragenden Rolle der Messen von Bellinzona und Roveredo (GR). 1610 wurde die Strasse auf der Tessiner Seite angelegt. Im Herbst 1848 marschierte dort ein vom General Giacomo Medici befehligter Zug von freiwilligen Anhängern Giuseppe Mazzinis durch. Das Gebiet wurde zu Beginn des 20. Jh. und im 2. Weltkrieg befestigt.

Quellen und Literatur

  • BSSI, 1889, 281-283; 1933, 31f., 61-64; 1948, 1-21
  • A. Calderari, Stradario del borgo di Giubiasco, 1978, 25-28, 158-160
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Verkehr / Pass