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Rawilpass

Neolith., bronzezeitl. und röm. Funde belegen eine frühe Benutzung der Wege vom Simmental ins Rhonetal im Raum des R.es (insbesondere auch am nahe gelegenen Schnidejoch). Im MA war der R. im Rahmen der Beziehungen zwischen Bern und dem Wallis von Bedeutung. Im überregionalen Warenverkehr scheint er aber im Schatten der näher zum Simplon liegenden Pässe Lötschen und Gemmi gestanden zu haben. Wichtig war der R. dagegen für den lokalen Warentausch zwischen Ayent und der Lenk. Die Walliser versorgten ihre Nachbarn mit Wein, die Lenker brachten Käse und Vieh über den Berg. Leute aus Ayent besassen Güter im Iffigental. Um 1760 wurde der steile Aufstieg von der Iffigenalp unter Einsatz von Sprengpulver ausgebaut. Im 19. Jh. wurde der Saumweg kontinuierlich verbessert. Der Bau einer Fahrstrasse hingegen kam nie zustande. Ebenso wurde das Projekt eines Rawiltunnels als Teil des Nationalstrassennetzes 1986 zugunsten des Ausbaus des Autoverlads auf der Lötschberglinie aufgegeben.

Quellen und Literatur

  • M. Carron, Die R.-Story, 1986
  • H. Grütter, «Der R. - mit antikem Vorgänger am Kaltwasserpass (Col des Eaux Froides)?», in Der Mensch in der Landschaft, 1986, 453-466
Systematik
Verkehr / Pass