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Schallenberg

Pass zwischen oberem Aare- und Emmental, seit dem MA Teil einer zum Brünigpass parallel verlaufenden Route von Thun/Steffisburg via Schangnau und Wolhusen nach Luzern. Als ausgedehnter voralpiner Forst war der S. Teil der hochma. Freiherrschaft Heimberg, die nach 1218 an die Gf. von Kyburg und 1384-99 an die Stadt Bern fiel. Ab 1300 ist Siedlungs- und Rodungstätigkeit bezeugt, welche die Hochwaldbesitzer (Gf. von Kyburg, Bern) vergeblich zu verhindern suchten. Bern wehrte sich auch bis ins 19. Jh. gegen Holzschlag- und Weidebegehren, v.a. von Steffisburg und Thun. Die grosse Alp S. war in Berner Patrizierbesitz (im 18. Jh. kartografisch dokumentiert). Erst mit dem Bau der Fahrstrasse 1895-1900 wurde das Einzelhof- und Weilergebiet wirtschaftlich erschlossen. Heute ist die 1968 asphaltierte Schallenbergstrasse bei Motorradfahrern beliebt (Ausflugsrestaurant auf Passhöhe, 1167 m).

Quellen und Literatur

  • SSRQ BE II/11
  • IVS Dok. BE 1161, 1301; LU 761

Zitiervorschlag

Anne-Marie Dubler: "Schallenberg", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 14.11.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008847/2012-11-14/, konsultiert am 27.03.2023.