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Stugl/Stuls

Ehemalige Gemeinde des Kantons Graubünden, Region Albula, rechts der Albula auf einer Terrasse. Sie war 1920-2017 Teil der Gemeinde Bergün/Bravuogn und kam mit dieser 2018 zur Gemeinde Bergün Filisur. Mitte 12. Jahrhundert de Stule, rätoromanisch Stugl, deutsch Stuls. 1579 68 Einwohner; 1808 44; 1850 64; 1900 42; 1910 69.

Schiff der aus dem 13. Jahrhundert stammenden St. Johanneskapelle, die seit 1590 von den Reformierten genutzt wird (Fotografie Johannes Meyer, Cronica / Fotostiftung Graubünden, Chur).
Schiff der aus dem 13. Jahrhundert stammenden St. Johanneskapelle, die seit 1590 von den Reformierten genutzt wird (Fotografie Johannes Meyer, Cronica / Fotostiftung Graubünden, Chur). […]

Das obere Albulatal wurde erst im Hochmittelalter von Romanen besiedelt. Um 1270 besass das Churer Domkapitel in Stugl/Stuls Güter. Die Kapelle St. Johannes wird 1523 erstmals erwähnt. 1590 setzte sich die Reformation durch. 1620 erfolgte die Lösung von der Mutterkirche in Bergün und 1689 von Latsch. Bis 1851 bildete Stugl/Stuls ein eigenes Zivilgericht. Es war bis 1920 eine selbstständige Gemeinde und gehörte zum Kreis Bergün im Bezirk Albula. Die Bewohner lebten von Viehwirtschaft und Ackerbau. 1903 erhielt der Ort eine eigene Station an der Albulabahn, die 1904-1905 durch eine Fahrstrasse mit dem höher gelegenen Dorf verbunden wurde.

Quellen und Literatur

  •  G.G. CloettaBergün-Bravuogn, 1954 (31978)
  • E. Poeschel, Herrschaft, Prätigau, Davos, Schanfigg, Churwalden, Albulatal, 1937, S. 390-393 (Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Bd. 2)
Weblinks
Weitere Links
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Kurzinformationen
Ersterwähnung(en)
Mitte 12. Jahrhundert: de Stule
Endonyme/Exonyme
Stugl (rätoromanisch)
Stuls (deutsch)

Zitiervorschlag

Simonett, Jürg: "Stugl/Stuls", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.11.2019. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008995/2019-11-13/, konsultiert am 21.01.2021.