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HeinrichHanselmann

15.9.1885 Wald (heute Gemeinde Neckertal), 29.2.1960 Ascona, ref., von Sennwald. Sohn des Heinrich und der Marie geb. Ämisegger. Annie Heufemann, Gehörlosenlehrerin aus Frankfurt am Main. Nach der Seminarzeit in Schiers Gehörlosenlehrer in St. Gallen, danach Psychologiestud. in Zürich, Studienaufenthalte in München und Berlin, 1911 Dr. phil. in Zürich. 1911-12 Assistent am Psycholog. Institut des Senckenbergianums Frankfurt am Main. 1911-16 Leitung der Beobachtungsanstalt für verhaltensgestörte Jugendliche Steinmühle nahe Frankfurt. 1916 kriegsbedingte Rückkehr nach Zürich und bis 1923 Tätigkeit als Sekr. von Pro Juventute. 1924 habilitierte sich H. an der Philosoph. Fakultät I in Zürich ("Die psycholog. Grundlagen der Heilpädagogik"); zugleich gelang die Gründung des Heilpädagog. Seminars, dessen erster Leiter er wurde. Ein Jahr später wurde ihm durch finanziellen Sukkurs des Winterthurer Mäzens Alfred Reinhart die Eröffnung des Landerziehungsheims Albisbrunn in Hausen am Albis ermöglicht, das zum idealen Übungsfeld für die Hörer des Heilpädagog. Seminars wurde.

H.s Kernbegriff ist die Entwicklungshemmung. Der Sondererziehung falle die Aufgabe zu, präventiv bzw. korrigierend auf die Entwicklungshemmungen der Kinder einzuwirken. H.s publizist. Œuvre ist umfangreich. Noch heute werden die "Einführung in die Heilpädagogik" (1930), "Grundlinien zu einer Theorie der Sondererziehung" (1941) und "Andragogik" (1951) vielfach zitiert.

Quellen und Literatur

  • Enzyklopäd. Hb. der Sonderpädagogik 1, hg. von G. Heese, H. Wegener, 31969, 1242-1244
  • C. Mürner, Die Pädagogik von Heinrich H., 1985, (mit Bibl.)
  • U. Hoyningen-Süess, Sonderpädagogik als Wiss., 1992
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Lebensdaten ∗︎ 15.9.1885 ✝︎ 29.2.1960