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Maria BernardaHeimgartner

26.11.1822 Fislisbach, 13.12.1863 Menzingen, kath., von Fislisbach. Tochter des Josef, Schusters und Landwirts, und der Marie geb. Trüb. H. wurde nach dem Besuch der Primarschule Kindsmagd und trat 1840 auf Anregung von Theodosius Florentini ins Kapuzinerinnenkloster Maria Krönung in Baden ein. Danach bildete sie sich bei den Ursulinen in Freiburg i.Br. weiter und absolvierte 1843-44 ein Noviziat bei den Schwestern der Vorsehung in Ribeauvillé (Elsass). 1844 machte sie zusammen mit Feliziana Kramer und Cornelia Mäder in Altdorf (UR) die Profess nach der Regel des Regulierten Dritten Ordens des Hl. Franziskus und gründete die Kongregation der Lehrschwestern vom Hl. Kreuz in Menzingen. Die drei Schwestern führten dort die neu gegr. Mädchenschule. Die Gemeinschaft, der sie als Oberin vorstand, wuchs nach der 1851 erfolgten bischöfl. Bestätigung rasch an: 1858 58 Schwestern, 17 Novizinnen und 40 Kandidatinnen. Die Kongregation behauptete die Priorität ihrer Aufgabe im Erziehungswesen in Auseinandersetzungen mit dem Mitgründer Florentini, der sie zu einem Zusammenschluss mit dem von ihm gegr. Krankenschwestern-Orden drängte. Später übernahm die in der Schweiz und weltweit expandierende Gemeinschaft (Schwestern vom Hl. Kreuz) auch andere Aufgaben wie Krankenpflege und die Führung von Spitälern und Altersheimen. Der Seligsprechungsprozess von H. wurde 1952 eingeleitet, ihr heroischer Tugendgrad 1994 festgestellt.

Quellen und Literatur

  • H. Jud, Mutter Maria Bernarda H., 1822-1863, 1944
  • A. Egloff, P.M. Kälin, Bernarda H., 1994
  • C. Moos, Zukunft aus dem Glauben. Bernarda H. und die Gründung des Menzinger Lehrschwesterninstituts im hist. Kontext, 2002
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