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BärbelInhelder

15.4.1913 St. Gallen, 16.2.1997 Visp, ref., von Sennwald. Tochter des Alfred, Biologielehrers am Lehrerseminar Rorschach, und der Elsa geb. Spannagel. Ledig. Lehrerseminar in Rorschach, ab 1932 Stud. der Psychologie in Genf, 1943 Promotion bei Jean Piaget. Zwischen 1939 und 1943 Aufbau des ersten schulpsycholog. Diensts des Kt. St. Gallen, ab 1948 Prof. für Kinderpsychologie in Genf. 1971-83 als Nachfolgerin Piagets Inhaberin des Lehrstuhls für experimentelle und genet. Psychologie. In dieser Zeit Leiterin eines interkulturellen Projekts zur kognitiven Entwicklung in der Elfenbeinküste. 1974 Gründerin des Jean-Piaget-Archivs in Genf. Ihre Publikationen zur kognitiven Entwicklung des Kindes, v.a. zum altersspezif. Verständnis von Raum, Quantität und Zeit sowie zur Struktur der formalen Operationen wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Präs. der Schweiz. Gesellschaft für Psychologie, erstes weibl. Mitglied des Schweiz. Nationalfonds für wissenschaftl. Forschung. I. erhielt zahlreiche akadem. Preise, Ehrungen und Titel, darunter elf Ehrendoktorate (1964-96).

Quellen und Literatur

  • (zusammen mit J. Piaget) La représentation de l'espace chez l'enfant, 1948, (21992)
  • (zusammen mit J. Piaget) Die Entwicklung der physikal. Mengenbegriffe beim Kinde, 1969, (franz. 1941)
  • Mit Jean Piaget arbeiten: Bärbel I., 1997, (Autobiogr. mit franz. Originaltext)
  • Jean Piaget Archiv, Genf
  • A. Tryphon, «Bärbel I.», in Bedeutende Psychologinnen, hg. von S. Volkmann-Raue et al., 2002, 201-214
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Lebensdaten ∗︎ 15.4.1913 ✝︎ 16.2.1997