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HermannKrüsi

Bildnis Hermann Krüsi, gezeichnet von seinem Zeitgenossen Charles Fendrich. Lithografie, 1830er Jahre (Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden, Trogen).
Bildnis Hermann Krüsi, gezeichnet von seinem Zeitgenossen Charles Fendrich. Lithografie, 1830er Jahre (Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden, Trogen).

28.2.1775 Gais, 25.7.1844 Gais, ref., von Gais. Sohn des Hermann, Landwirts und Webers, und der Elisabeth Scheuss. 1812 Katharina Egger. K. arbeitete zunächst als Taglöhner und Nebenbote im Textilgewerbe, bevor er 1793 in Gais als Schulmeister gewählt wurde. 1800 begleitete er einen Kindertransport nach Burgdorf, wo er Johann Heinrich Pestalozzi traf; diese Begegnung markierte den Anfang einer langjährigen Zusammenarbeit. K. übersiedelte 1803 mit Pestalozzis Institut nach Münchenbuchsee und von dort 1805 nach Yverdon. Er war massgeblich an der Ausarbeitung der Elementarbücher bzw. -methode beteiligt und engagierte sich erfolgreich im Lehrbetrieb. Wegen seiner Bodenständigkeit, seinem Sinn für das Machbare sowie seiner Heiterkeit und Besonnenheit war K. im Kollegenkreis geschätzt. Gemeinsam mit Samuel Hopf leitete er das 1806 gegr. Töchterinstitut, wo er Katharina Egger, seine zukünftige Frau, kennenlernte. Er trennte sich 1816 von Pestalozzi und eröffnete 1818 eine eigene Erziehungsanstalt in Yverdon. 1822 übernahm er die Leitung der 1820 gegr. Kantonsschule in Trogen. 1833 rief er die Vor- und Fortbildungsanstalt für Lehrer auf der Riesern in Gais ins Leben, die er fortan leitete. K. veröffentlichte zahlreiche Arbeiten zum Elementarunterricht in Sprache, Mathematik und Religion, zu Bildung und Erziehung, Volksschule und Lehrerbildung sowie autobiograf. Schriften über die eigenen pädagog. Erfahrungen.

Quellen und Literatur

  • StAAR, Nachlass
  • E. Schiess, Hermann K., Pestalozzis ältester Gehilfe und Mitarbeiter, 1928
  • J. Gruntz-Stoll, Appenzeller Schüler und Gehilfen Pestalozzis, 1985
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