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GeorgThürer

26.7.1908 Tamins, 26.9.2000 Teufen (AR), ref., von Valzeina (heute Gem. Grüsch) und Chur. Sohn des Paul, Pfarrers, und der Nina geb. Accola. 1941 Maria Tobler, Tochter des Karl, Stickereifabrikanten. Schulen in Netstal, 1924-28 Lehrerseminar in Kreuzlingen, 1928-32 Stud. der Geschichte, Germanistik und Romanistik an den Univ. Zürich, Genf und Paris (1932 Doktorat). 1932-35 Lehrer am Gymnasium Biel, 1935-40 an der Kantonsschule St. Gallen und bis 1975 an der Sekundarlehramtsschule des Kt. St. Gallen. 1939 Sekretär der von Karl Meyer gegr. Bewegung Res publica, die sich dem Widerstand gegen totalitäre Einflüsse verschrieb. 1940-78 o. Prof. für dt. Sprache und Literatur sowie Schweizergeschichte an der Hochschule St. Gallen. 1945-49 gründete und leitete T. das St. Galler Hilfswerk für die Not leidende Stadt München. Sein wissenschaftl. Hauptwerk ist die 1953 und 1972 erschienene "St. Galler Geschichte". Mit dem schriftsteller. Schaffen und den Radiosendungen, die von der geistigen Landesverteidigung und vom Ost-West-Gegensatz geprägt waren, erreichte er breite Kreise des Volkes. Sein literar. Werk umfasst (z.T. in Glarner Mundart) Erzählungen, patriot.-pathet. Festspiele und v.a. Lyrik. Er hatte diverse Ämter in der Kultur und der Kulturpolitik inne, u.a. war er 1955-57 Präs. der Schweiz. Gesellschaft für Theaterkultur. 1998 erhielt er das Kommandeurkreuz des Verdienstordens der Republik Polen.

Quellen und Literatur

  • Erker, 1978 (mit Werkverz. bis 1978)
  • Gemeinschaft im Staatsleben der Schweiz, 1998
  • KBSG, Nachlass
  • Killy, Literaturlex. 9
  • NZZ, 30.9.2000
  • SVGB 119, 2001, V-VIII
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Lebensdaten ∗︎ 26.7.1908 ✝︎ 26.9.2000