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JonSemadeni

30.5.1910 Vnà (Gemeinde Valsot), 24.2.1981 Samedan, ref., von Guarda und Poschiavo. Sohn des Andrea und der Maria geb. Rauch, von Scuol. 1940 Mengia Demarmels. Lehrerseminar in Chur, Ausbildung zum Sekundarlehrer in Zürich. Lehrer in Zillis, Andeer, Scuol, Samedan und Zuoz. 1944 gründete S. die Theatergruppe La Culissa. Er verfasste Dramen wie "La famiglia Rubar" (1944), "Il pövel cumanda" (1946) oder "La s-chürdüm dal sulai" (1950), die um Modernisierung, Spekulation und Machtmissbrauch kreisen, ferner die Cabaretprogramme "La Panaglia" (1951) und "La travaglia dal docter Panaglia" (1954, zusammen mit Men Rauch und Cla Biert). Mit den Themen Schuld und Gewissen befassen sich die Prosawerke "La Jürada" (1967, dt. "Der Bannwald") und "Il giat cotschen" (1980, "Die rote Katze" 1998), in denen S. ausgehend vom inneren Monolog neue Erzählformen entwickelte. S. gilt als bedeutender rätorom. Dramatiker, Regisseur und Erzähler.

Quellen und Literatur

  • SLA, Nachlass
  • G. Deplazes, Funtaunas 4, 1993
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 30.5.1910 ✝︎ 24.2.1981

Zitiervorschlag

Riatsch, Clà: "Semadeni, Jon", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 15.03.2017. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/009118/2017-03-15/, konsultiert am 28.09.2020.