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MichelDickoff

21.5.1927 Zürich, 29.1.2018, konfessionslos, von Zürich. Sohn des Karl Dickerhof. Ursula Vreni Michel, Tochter des Alfred Michel. Nach seiner Ausbildung zum Theater- und Opernregisseur in München führte Michel Dickoff am Stadttheater Luzern Regie (Operetten und Musicals) und leitete das Landtheater Kriens. Als Regisseur drehte er den Film Glück mues me ha (1957) und rund ein Dutzend kurzer Dokumentarfilme. 1960 schuf er mit dem bis dahin grössten Budget der Schweizer Filmgeschichte einen aufwendigen Wilhelm Tell in Breitwandformat, den er letztlich nur dank der künstlerischen Unterstützung durch die beiden Österreicher Karl Hartl (Drehbuch und Regie) und Hans Schneeberger (Kameraführung) fertigstellen konnte. Obwohl im Geist des Kalten Kriegs gedreht, wurde das Werk am Moskauer Filmfestival ausgezeichnet. Die Absicht des Produzenten Josef R. Kaelin, den Film in den Ostblock-Staaten aufzuführen, löste grosse Polemik aus. Dickoffs dritter Spielfilm Niklaus von Flüe endete 1963 im Fiasko, worauf er sich vollständig aus dem Filmgeschäft zurückzog.

Quellen und Literatur

  • Dumont, Hervé: Histoire du cinéma suisse. Films de fiction, 1896-1965, 1987, S. 509-511.
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Kurzinformationen
Variante(n)
Erwin Franz Dickerhof (Geburtsname)
Lebensdaten ∗︎ 21.5.1927 ✝︎ 29.1.2018

Zitiervorschlag

Reto Kromer: "Dickoff, Michel", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.04.2022, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/009152/2022-04-04/, konsultiert am 25.09.2022.