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Charles FerdinandVaucher

19.1.1902 Basel, 28.2.1972 Erlenbach (ZH), von Fleurier (heute Gemeinde Val-de-Travers). Sohn des Charles Ferdinand, Chemikers, und der Johanna geborene Diener. 1) 1939 Katja Wulff, 2) 1949 Edith Charlotte Herta Wernecke, Schauspielerin. Studium des Rechts und der Philosophie in Genf, Dolmetscher im Bundeshaus in Bern. Er schrieb das Drehbuch für Max Hauflers "La faute de l'abbé Mouret" (1937) und war Produzent und Drehbuchautor von "Farinet" (1938), der ein kommerzieller Misserfolg war und Charles Ferdinand Vauchers gesamtes Erbe verschlang. Als Schauspieler trat er in Leopold Lindtbergs "Landammann Stauffacher" (1941) und in fünf weiteren Schweizer Spielfilmen auf, als Kabarettist im Cornichon (1940), im Kaktus (1943), im Fédéral (1949) und in der Grümpelchammer (1959). Mit Alfred Rasser schrieb er das Drehbuch für "HD-Soldat Läppli" (1959) nach ihrem gleichnamigen Stück (1945). Vaucher gehörte bis 1941 der Kommunistischen Partei an und kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg in den Internationalen Brigaden, wo er sich mit Ernest Hemingway anfreundete. Im Zweiten Weltkrieg schleuste er Flüchtlinge über die deutsch-schweizerische Grenze.

Quellen und Literatur

  • H. Dumont, «Max Haufler», in Travelling 50, 1977, 2-53
  • H. Dumont, Histoire du cinéma suisse, 1987
  • TLS, 1995 f.
  • Histoire du cinéma suisse 1866-2000, hg. von H. Dumont, M. Tortajada, 2 Bde., 2007
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 19.1.1902 ✝︎ 28.2.1972

Zitiervorschlag

Bernard Gasser: "Vaucher, Charles Ferdinand", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 02.07.2013, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/009255/2013-07-02/, konsultiert am 26.05.2024.