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GertrudHeinzelmann

Die Frauenrechtlerin, fotografiert auf einem Pensioniertenausflug des Migros-Genossenschaftsbunds im September 1985 (Archiv Gosteli-Foundation, Worblaufen).
Die Frauenrechtlerin, fotografiert auf einem Pensioniertenausflug des Migros-Genossenschaftsbunds im September 1985 (Archiv Gosteli-Foundation, Worblaufen).

17.6.1914 Wohlen (AG), 4.9.1999 Benglen (Gem. Fällanden), kath., von Zürich und Genf. Tochter des Hans, Kaufmanns, und der Berta geb. Zimmermann. Ledig. Gymnasium der Höheren Töchterschule in Zürich, Stud. der Rechtswissenschaften in Zürich, 1942 Promotion. H. war zuerst als Anwältin tätig. 1963-76 leitete sie das Büro gegen Amts- und Verbandswillkür des Migros-Genossenschaftsbundes. 1956-76 gehörte sie dem Zentralvorstand des Schweiz. Verbands für Frauenstimmrecht (ab 1971 Schweiz. Verband für Frauenrechte) an (1959-60 Präs.), 1962-66 präsidierte sie dessen Zürcher Sektion. 1962 forderte H. in einer Eingabe an das 2. Vatikan. Konzil die Gleichstellung der Geschlechter in der kath. Kirche sowie die Zulassung der Frauen zur Ordination. 1972 wurde sie in die Synode 72 in Chur berufen. 1964 gründete H. in Bonstetten Interfeminas, den ersten Verlag im dt. Sprachraum, der sich dem Frauenrecht widmete. Neben ihren eigenen Werken publizierte sie bei Interfeminas auch solche anderer Frauenrechtlerinnen. Als profilierte Kämpferin für die Rechte der Frau wurde sie 1981 mit dem Binet-Fendt-Preis und 1992 mit dem Ida-Somazzi-Preis ausgezeichnet.

Quellen und Literatur

  • Das grundsätzl. Verhältnis von Kirche und Staat in den Konkordaten, 1943
  • Wir schweigen nicht länger!, 1964
  • Die geheiligte Diskriminierung, 1986
  • Gosteli-Stiftung, Worblaufen, Nachlass
  • Sozarch
  • Schweizer Frauenbl., 1976, Nr. 6
  • L. Ruckstuhl, Frauen sprengen Fesseln, 1986, v.a. 111-117
  • Siehe, ich schaffe Neues, hg. von D. Brodbeck et al., 1998, 103-120
  • B. Kopp, Die Unbeirrbare, 2003, (mit Werkverz.)
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Lebensdaten ∗︎ 17.6.1914 ✝︎ 4.9.1999