de fr it

AnnaWalder

1.3.1894 Wängi, 27.3.1986 Frauenfeld, ref., von Horben bei Sirnach (heute Gem. Sirnach). Tochter des Hermann, Arztes, und der Susanna geb. Leutenegger. Schwester des Hermann (->). Ledig. Mädchensekundarschule in Frauenfeld, Sprachaufenthalt in Neuenburg, 1910-16 Mitarbeit in der väterl. Praxis. 1913 Gründerin des Blaukreuzvereins Wängi und lebenslange Abstinenzverpflichtung. 1918-19 sozialer Fürsorgekurs Zürich. 1920-21 Fürsorgerin für gefährdete Mädchen und Frauen beim Thurg. Frauenverein zur Hebung der Sittlichkeit (heute Thurg. Evangelische Frauenhilfe) und bis 1924 Aufbau des neu gegründeten Thurg. Frauensekretariats. 1922-62 Leiterin der Thurg. Zentralstelle für weibl. Berufsberatung. 1926 Gründerin des Bunds thurg. Frauenvereine (heute Frauenzentrale), bis 1941 Sekr., dann Vorstandsmitglied, 1960-69 Präsidentin. W. fasste ihre Arbeit als permanente Erziehungsarbeit auf. Besondere Aufmerksamkeit schenkte sie der vertragl. Haushaltlehre im Privathaushalt (ab 1924) sowie der bäuerl. Haushaltlehre (ab 1934). W. wirkte in zahlreichen Kommissionen mit, so etwa 1946-69 in der Ostschweiz. Kommission für die Berufsprüfung der Bäuerinnen und 1924-60 in der Gewerbeschulkomm. Frauenfeld, und gründete 1929 eine kant. Sektion der Freundinnen junger Mädchen (Präs. 1929-43, im Vorstand bis 1974; 1938-51 im Nationalvorstand). Nach der Pensionierung als Berufsberaterin widmete sich W. bis 1979 der staatsbürgerl. Bildung der Frauen und verfasste einige Erinnerungsschriften. Ihr Werk ist, obgleich bedeutend, erst ansatzweise gewürdigt.

Quellen und Literatur

  • V. Jacobi, A. Forster, «Anna W.», in ThBeitr. 132, 1995, 305-315
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 1.3.1894 ✝︎ 27.3.1986