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OskarEberle

2.1.1902 Zürich, 28.6.1956 Altdorf (UR), kath., von Schwyz und Zürich. Sohn des Josef, Seidenhändlers, und der Bertha geb. Kälin. 1933 Hedwig Giger, Malerin und Kostümbildnerin, Tochter des Hoteliers Conrad. 1922 Matura am Kollegium Maria Hilf in Schwyz. Stud. der Literaturgeschichte in Freiburg, der Theaterwissenschaft bei Max Hermann in Berlin und bei Artur Kutscher in München. 1927 Promotion an der Univ. Königsberg. 1927 initiierte E. die Gründung der "Gesellschaft für innerschweiz. Theaterkultur" (heute "Schweiz. Gesellschaft für Theaterkultur"), deren Jahrbücher er bis 1956 herausgab. Darin publizierte er auch eigene Werke wie "Die Japanesenspiele in Schwyz" (1935) und "Cenalora" (1953/54). Er kämpfte für die Einrichtung eines theaterwissenschaftl. Instituts und einer schweiz. Theatersammlung. In Abgrenzung zum angeblich "jüdischen" Stadttheater setzte sich E. für eine Erneuerung des volkhaften Laientheaters und der geistl. Spiele ein. Ab 1927 arbeitete er als Regisseur z.T. selbstverfasster Laienspiele. Höhepunkte in E.s Schaffen waren "Das grosse Welttheater" in Einsiedeln 1935, "Das eidg. Wettspiel" an der Landesausstellung Zürich 1939, "Das Bundesfeierspiel zum Gedenken des 650-jährigen Bestehens der Schweiz. Eidgenossenschaft" in Schwyz 1941, "La Fête des Vignerons" in Vevey 1955 und "Wilhelm Tell" in Altdorf 1956.

Quellen und Literatur

  • Theatergesch. der innern Schweiz, 1929
  • Schweiz. Theaterslg. Bern, Nachlass
  • E. Stadler, «Oskar E., Theaterwissenschafter und Festspielregisseur», in Mimos, Nr. 1, 1977, 1-14 sowie 20-24, (mit Bibl.)
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Lebensdaten ∗︎ 2.1.1902 ✝︎ 28.6.1956